Das Jahr 2017  in Husum-Schobüll

Das Jahr 2017 war in Schobüll mit einer Jahresmitteltemperatur von 9.6°C um 0.3 (1.5 ) K zu warm,
entsprach etwa dem Jahr zuvor.
Die Monate  Januar, April, Juli, August und September waren zu kalt , die restlichen Monate des Jahres
waren zu warm, besonders der Oktober
Es fielen 1216 mm Niederschlag = 138  (148) % . An insgesamt 234 Tagen gab es messbaren Niederschlag.
Dies war die höchste Jahresniederschlagsmenge seit Aufzeichnungsbeginn in Husum-Schobüll.
Die höchste Tagessumme (00-24 Uhr MEZ) konnte am 20.08.2017 gemessen werden.

Die Sonne schien 1632 Std. = 99  (108) % .

Der Winter 2016/2017 (Jahreszeitenstatistik 2017) war etwas kälter als im Jahr zuvor.

Der Sommer 2017 in Husum-Schobüll war ein schlechter Sommer -  kühl und nass.
Schlechte Bedingungen für den Aufenthalt in Freibädern.
    -  Jahreszeitenstatistik 2017   -   Qualität des Sommers    -   Freibadwetter

   Der Januar 
Der Monat Januar war nach der Referenzperiode 1961-1990 zu warm und
der Vergleichswert der Station Schobüll ist ein wenig zu kalt.
Es gab zu wenig Niederschlag und zu viel Sonnenschein.
Während im südlichen SH und dem übrigen Bundesgebiet das Wetter im Januar 2017
durchaus winterlich (Schnee) geprägt war, blieb das nördliche SH meist davon verschont.
Am 04.01. zieht Sturmtief Axel von der Ostsee nach Weißrussland,
sein Windfeld beeinflusst unseren Raum.
An der Ostsee kommt es zu einer Sturmflut mit z.T. erheblichen Schäden.
Am 13.01. zieht Sturmtief Egon mit Schnee südlich am Norden von SH vorbei.
Eistage = 2   |  Frosttage = 18  |  Bodenfrosttage = 22
   Der Februar 
Die Februar-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonne schien viel zu wenig - geringste Februar Sonnenscheindauer
seit Aufzeichnungsbeginn in Schobüll.
Der Winter gab im Februar nur ein kurzes Gastspiel von ca. 10 Tagen, sogar eine kleine
Schneedecke war vorhanden. Der Rest des Monats war wechselhaft und zu warm.
Ein Hauch von Frühling am 27.02.2017.
Am 23.Februar zieht Tief Thomas von der Nordsee zügig über Jütland hinweg. Durch die Nähe
zum Tiefkern bleibt unser Bereich weitgehend von extremen Wetterereignissen (Wind) verschont.
Eistage = 3  |  Frosttage = 10  |  Bodenfrosttage = 14
An 6 Tagen lag Schnee in Husum-Schobüll.
   Der März 
Der März war durchweg wesentlich zu warm.  Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer entsprach dem langjährigen Durchschnitt,
nach der Periode 1961-1990 aber überdurchschnittlich viel Sonnenschein.
Die Monatshöchsttemperatur von 21.8 °C wurde am 31. des Monats gemessen,
es war die höchste März-Tagestemperatur seit Aufzeichnungsbeginn in Schobüll.
        Monatsdifferenzen der Temperatur März  
Frosttage = 3  |  Bodenfrosttage = 12
Am 21. März setzte der Vegetationsbeginn (Grünlandtemperatur >200) ein, 5 Tage früher als 2016.
   Der April 
Die April-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Nach der Periode 1961-1990 leicht zu warm.  Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer lag über dem langjährigen Durchschnitt.
Die ersten Tage im April ließen leichte Hoffnung aufkommen,
aber dann war der Rest des Monats wechselhaft und  kühl, auch Ostern.
Am 25.04. gab es dann auch noch einen kurzen Wintereinbruch
mit leichtem bis mäßigen Schneefall am Vormittag.
Es bildete sich relativ schnell eine 3 cm hohe Schneedecke, die dann bereits am Nachmittag
nur noch als Reste vorhanden war.
Frosttage = 5  |  Bodenfrosttage = 13
   Der Mai   
Die Mai-Monatsmitteltemperatur war zu warm. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer entsprach fast dem langjährigen Durchschnitt.
Anfangs war der diesjährige Mai zu kalt, ab Mitte des Monats wurde es dann insgesamt etwa wärmer.
vom 01. bis 04. Mai herrschte stürmischer ENE Wind.
Der 17./18.05. war schwül-warm.
In der letzten Monatshälfte gab es vereinzelt leichte Gewitter,
die in den südlichen Landesteilen z.T. erheblich stärker auftraten.
Die Monatshöchsttemperatur von 28.2 °C wurde am 27. des Monats gemessen,
Die niedrigste Erdbodentemperatur von -4.4 °C wurde am 09.05. gemessen.
Frosttage = 2  |  Bodenfrosttage = 3  |  Sommertage = 1
   Der Juni 
Die Juni-Monatsmitteltemperatur war ein wenig zu warm. Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer entsprach dem langjährigen Durchschnitt.
Ein Juni mit einem eher gefühlten Herbstwetter.
Am 06. und 07. kamen wir in den Bereich des Sturmtiefs Ingraban, besonders am 07.06. mit
stürmischen Winden und vereinzelt starkem Regen.
Am 22.06. zog ein Gewittertief in schwül/warmer Luft  von der Nordsee zur Ostsee,
was örtlich zu einer Schwergewitterlage führte.
Am 29./30.06. sorgt ein umfangreicher Tiefkomplex ( ztw. 3 Kerne, Tief  Rasmund)
über Mitteleuropa für einen wechselhaften Wetterabschnitt mit mäßig warmer und feuchter Luft in Norddeutschland.
Ab dem 29.06. abends bis zum 30.06. abends kam es über Norddeutschland zu Dauerregen,
der gebietsweise unwetterartig ausfiel.
In Schleswig-Holstein lagen die Regenmengen allein am 30.06. zwischen 50 und 60 mm.
Husum-Schobüll : am 29.06. = 11.0 mm
Husum-Schobüll : am 30.06. = 42.6 mm
Wesentlich geringer dagegen die Niederschlagssummen nahe der dänischen Grenze.
   Der Juli 
Die Juli-Monatsmitteltemperatur war zu kalt. Es gab zu wenig Niederschlag.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Fast Normalwerte dagegen nach der international gültigen Periode 1961-1990 :
(Die Juli-Monatsmitteltemperatur war fast normal.
Es gab geringfügig mehr Niederschlag. Die Sonne schien durchschnittlich.)
Bis auf wenige Tage ein kühler und regnerischer Juli, auch kein Sommertag wurde verzeichnet.
Es kam kein "Sommergefühl" auf. - Siehe Monatsdifferenzen Juli -
Einige Tage waren geprägt von heranziehenden Gewittern, die lokal Unwettercharakter annehmen
konnten. Davon war der Raum Husum-Schobüll weitgehend verschont geblieben.
In den Gewittern traten vereinzelt Starkniederschläge auf.
Am 24./25.07. geriet Norddeutschland in den  Einflussbereich eines Tiefdrucksystems über Osteuropa.
Dabei wurde Holstein und Hamburg von Dauerregen beeinflusst. Der Schwerpunkt lag aber
in den südlichen und östlichen Bundesländern, mit teilweise katastrophalen Auswirkungen.
   Der August   
Die August-Monatsmitteltemperatur war zu kalt (zu warm). Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer entsprach fast dem langjährigen Durchschnitt.
Bis auf wenige Tage ein kühler und regnerischer August, auch nur 1 Sommertag wurde verzeichnet.
Am 20.08. lenkte ein Tief über Skandinavien kühle Meeresluft nach Norddeutschland
und sorgte für wechselhaftes Wetter. Begünstigt durch das relativ warme Nordseewasser gab es eine
rege Schauer- und Gewittertätigkeit örtlich mit Starkregen.
Den höchsten Tagesniederschlag (00-24)  gab es am 20. August mit 50.8 mm.
Es war der  zweithöchste Tagesniederschlag  in Schobüll seit Aufzeichnungsbeginn.
   Der September 
Die September-Monatsmitteltemperatur war zu kalt (gering zu warm).
Es gab zu viel Niederschlag. Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Auf einen ähnlich schönen Spätsommer wie im  September 2016  hofften wir dieses Jahr vergebens.
Der September 2017 war wechselhaft, kühl und nass.
Am 13. September, für die Jahreszeit eigentlich zu früh zieht ein Orkantief (Sebastian)
von der Nordsee nach Skandinavien. Das dazugehörige Sturmfeld überquerte Norddeutschland.
- Schobüll: 88.6 km/h
- Struckum: 94.9 km/h
- Sankt Peter-Ording: 129 km/h,
- Helgoland: 133 km/h und
- Hallig Hooge: 117 km/h
Am 14.09. nach Durchzug des Tiefs kommt es zu einer Starkregenlage.
Vom 13.09. bis zum 15.09. verbleibt der mit starken Niederschlägen betroffene Bereich
in einem Gebiet von der Dänischen Grenze bis zur Eider, wobei die Schwerpunkte sich nur
um wenige Kilometer bewegen.
Innerhalb dieser 3 Tage fielen in Husum-Schobüll insgesamt 88 l/qm.
Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 13. mit 88.6 km/h gemessen.
   Der Oktober
Die Oktober-Monatsmitteltemperatur war zu warm .
Es gab zu viel Niederschlag. Die Sonnendauer war fast im Normalbereich.
Der Oktober 2017 war sehr regnerisch und für die Jahreszeit zu warm.
Herausragende Ereignisse waren die Sturmtiefs  Xavier und Hervart.
am 05. Oktober Xavier : In der Nacht zum 05.10. entwickelt sich aus einem
sogn.Schnellläufer bei Irland ein kleinräumiges intensives Sturmtief,
das am  frühen Morgen über die südliche Nordsee zog.
Der Wind spielte auf Grund der Zugbahn für unseren Raum kaum eine Rolle,
dafür hatten wir es mit starken, ergiebigen Niederschlägen zu tun.
am 29. Oktober Hervart : In einer kräftigen nordwestlichen Strömung  bildet sich
am 28.10. zusätzlich über dem Skagerrak ein schweres Sturmtief, das nach Polen zieht.
Das Sturmfeld überquerte in der Nacht zum 29.10. im Wesentlichen den Norden und Osten
Deutschlands und hielt bis zum Morgen des 29.10.2017 an. An den Küsten gab es eine Sturmflut.
Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 29. mit 93.2 km/h gemessen.
Bodenfrosttage = 2
   Der November  
Ein Monat, der durch weitere ständige Niederschläge und kaum trockene Witterungsabschnitte
die Wasserstände in Gräben, Flüssen und auf den Wiesen und Feldern dramatisch hoch hielt.
Die November-Monatsmitteltemperatur war zu warm .
Es gab zu viel Niederschlag.
Die Sonnenscheindauer war fast im Normalbereich,
dagegen überdurchschnittlich für die WMO-Periode 1961-1990.
Der November 2017 war überwiegend regnerisch, zu warm und trüb.
Erst zum Monatsende wurde es etwas kälter.
An einigen Tagen wurde neben Bodennebel auch Nebelschwaden beobachtet.
An 2 Tagen wurden Gewitter nur als Ferngewitter oder Wetterleuchten wahrgenommen.
Frosttage = 3  |  Bodenfrosttage = 13
   Der Dezember

Ein Monat, der durch weitere  Niederschläge und kaum trockene Witterungsabschnitte
die Wasserstände in Gräben, Flüssen und auf den Wiesen und Feldern weiter hoch hielt.
Die Dezember Monatsmitteltemperatur war zu warm .
Es gab zu viel Niederschlag, es fielen an 30 Tagen Niederschläge in flüssiger und auch fester Form,
abgesetzte Niederschläge waren auch dabei.
Die Sonne schien unterdurchschnittlich.
Die vorwiegend westliche Strömung, die schon im November geherrscht hatte,
dauerte auch im Dezember an.
Sie sorgte für meist nasskaltes und wolkenreiches Wetter mit häufigen Niederschlägen.
Zum Monatsende wurde es noch einmal wärmer und das Jahr klang natürlich mit viel Regen aus.
Frosttage = 5  |  Bodenfrosttage = 13
An 5 Tagen lag Schnee in Husum-Schobüll.
Die höchste Gesamtschneehöhe von 5 cm wurde am 11. des Monats gemessen.

Das Jahr 2017 endete mit zeitweiligem Nieselregen bei milden Temperaturen.

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